Der Anfang einer langen Reise
Es gibt keinen perfekten Moment, um mit der Heilung zu beginnen.
Es gibt nur diesen einen Augenblick, in dem du beschließt: Es reicht.
Für mich kam er nicht mit Feuerwerk, sondern leise.
Nach Jahren ausgeblichener Träume, einem Kindheitsrucksack voller Schwere, toxischen Beziehungen, Verlusten und einem Körper, der im Kinderwunsch mehr ertragen musste, als ich je für möglich gehalten hätte.
Selbstheilung begann für mich nicht mit Yoga am Strand oder Affirmationen vor dem Spiegel. Sie begann damit, ehrlich zu mir zu sein. Hinzusehen, wo es weh tat, und nicht mehr so zu tun, als wäre es nicht da.
Mit dem Erkennen, dass ich nicht mehr dieselbe bin wie vor all den Brüchen – und dass das nicht mein Ende bedeutet, sondern meinen Anfang.
Es ist kein gerader Weg. Manchmal gehe ich zwei Schritte vor, einen zurück. Aber jeder Schritt weg vom Schmerz und hin zu mir selbst ist ein Sieg.
Selbstheilung heißt für mich heute: mir selbst die Hand zu reichen – auch, wenn sie zittert.

Ich habe den alten Schmerz nicht vergessen – er gehört zu mir wie Narben, die ihre eigene Geschichte erzählen.
Aber ich habe gelernt, den Groll zu verbannen. Ihn nicht mehr jeden Tag an meinem Herzen nagen zu lassen.
Ich habe mein Leben selbst in die Hand genommen.
Entscheidungen getroffen, Grenzen gesetzt, mich aus Umgebungen gelöst, die mich klein hielten.
Einen Einblick in meine Jugend und die frühen 20iger erhältst du übrigens hier.
Und jetzt beginne ich eine Therapie. Nicht, weil ich schwach bin – sondern weil ich mein starkes Ich noch stärker machen will.
Weil ich weiß, dass Heilung nicht das Vergessen ist, sondern das bewusste Weiterleben.
Ich bin gespannt, wo mich der Weg hinführt! 🙂

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