An Karma? An Störche und Regenbögen?
Ich weiß nicht, ob ich das noch kann.
Manchmal frage ich mich,
ob ich das alles verdient habe.
Die Fehlgeburten.
Die Hoffnung.
Das Verlieren.
Ist es also doch Bestrafung?
Denn klar, ich habe vieles getan, das verletzt hat.
Falsche Entscheidungen getroffen.
Mich für manches vielleicht nie entschuldigt.
Vielleicht weil ich es nicht konnte, oder weil ich es nicht gemerkt habe.
Ich hab Störche gesehen. Und Regenbögen.
Auf Sternkonstellationen gewartet.
Hab geglaubt, dass das etwas bedeutet.
Dass es mein Zeichen ist.
Und dann… ging alles wieder schief.
Ich hab mich an Aberglaube und Mythen geklammert.
Aufgepasst, was ich tue. Wann ich etwas tue. Wie ich etwas tue.
Letztendlich für nichts. Für nichts außer Stress.
Und deshalb glaube ich heute kaum noch dran,
das Monster mich heimsuchen,
wenn ich nachts Krümel aus dem Fenster schüttle.
Dass ein Storch ein gesundes Baby bringt oder ein Regenbogen Wünsche erfüllt.
Und irgendwie lebt es sich jetzt leichter. Irgendwie fast schon ungeniert.

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