Immunglobuline (IVIG) können in bestimmten Kinderwunsch- oder Schwangerschaftsfällen helfen, vor allem wenn das Immunsystem eine Rolle bei wiederholten Fehlgeburten spielt. Ich selbst habe sowohl bei Dr. von Tempelhoff als auch im MVZ Wiesbaden Erfahrungen gesammelt – und möchte hier die Unterschiede schildern, die mir aufgefallen sind.
Dosierung & Ablauf
- Dr. von Tempelhoff: Gibt 3 g Immunglobuline alle ca. 3 Wochen.
- MVZ Wiesbaden: Dosiert nach Körpergewicht – bis 74 kg 10 g Immunglobuline alle 3 Wochen.
In beiden Fällen findet die Behandlung im 3-Wochen-Abstand statt.

Zusatzuntersuchungen
- Dr. von Tempelhoff: Bietet ein sehr umfassendes Betreuungspaket. Neben den Infusionen gehören Gerinnungskontrollen (er ist darauf spezialisiert), Blutflussmessungen und Ultraschalluntersuchungen zur Behandlung.
- MVZ Wiesbaden: Legt den Fokus auf die Infusion selbst. Ultraschall gibt es nur im Rahmen einer künstlichen Befruchtung, ansonsten erfolgt lediglich die IVIG-Gabe.
Medikamente
- Dr. von Tempelhoff: Privigen®
- MVZ Wiesbaden: Octagam®
Beides sind Immunglobuline. Manche berichten, dass Privigen etwas verträglicher ist, medizinisch gibt es aber keine großen Unterschiede.
Kosten
- Erstgespräch: Dr. von Tempelhoff ca. 600 €; MVZ Wiesbaden mit Überweisung kostenlos
- Gesamtkosten: Bei Dr. Tempelhoff insgesamt etwa 3.000 € mehr als in Wiesbaden, da die Behandlung dort aufwändiger ist
- MVZ Wiesbaden: Gesamt ca. 8.000 €
- Erste Infusion inkl. Arztkosten ca. 1.900 €
- Jede weitere Infusion ca. 700 €
Persönliche Erfahrungen
Ich habe mich letztlich für Wiesbaden entschieden – die Behandlung hat bei mir funktioniert, und ich kam so weit wie nie zuvor. Leider habe ich die Schwangerschaft nach der Diagnose Trisomie 21 beendet.
Eine Freundin von mir, deutlich zierlicher und mit mehreren Gerinnungsstörungen, hat sich für Dr. von Tempelhoff entschieden. Bei ihr wirkte die Behandlung sehr gut, und sie erhielt die Immunglobuline sogar etwas länger, um einer Präeklampsie vorzubeugen. Sie hat ihr Kind im Juli gesund zur Welt gebracht.
Fazit
Ich kann beide Varianten empfehlen. Welche medizinisch „besser“ ist, kann und möchte ich nicht beurteilen – das hängt stark von der individuellen Situation ab.
Wichtiger ist, sich dort behandeln zu lassen, wo man sich gut aufgehoben fühlt, und wo die medizinischen Schwerpunkte zu den eigenen Bedürfnissen passen. Ich möchte aber betonen: Beide Orte haben freundliches Personal und beraten dich gut.
Hier nochmal eine Tabelle als Überblick:
Vergleich auf einen Blick
| Aspekt | Dr. von Tempelhoff | MVZ Wiesbaden |
|---|---|---|
| Dosierung | 3 g alle ca. 3 Wochen | nach Körpergewicht – bis 74 kg 10 g alle 3 Wochen |
| Zusatzuntersuchungen | Gerinnungskontrollen, Blutflussmessungen, Ultraschall bei jedem Termin | Ultraschall nur bei künstlicher Befruchtung, sonst nur Infusion |
| Medikament | Privigen® (manche empfinden es als verträglicher) | Octagam® |
| Erstgespräch | ca. 600 € | mit Überweisung kostenlos |
| Kosten pro Infusion | höher durch zusätzliche Untersuchungen | 1. Infusion inkl. Arztkosten ca. 1.900 €, jede weitere ca. 700 € |
| Gesamtkosten | ca. 3.000 € mehr als in Wiesbaden | ca. 8.000 € gesamt |
| Besonderheiten | spezialisiert auf Gerinnung, sehr umfassende Betreuung | schlankerer Ablauf, Fokus auf Infusion |

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