Zwischen Sternchen und Stille – eine Playlist fürs Überleben von Fehlgeburten

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Lieder, die mich gehalten haben

Es gibt Dinge, die mich durch meine dunkelsten Stunden getragen haben. Eine davon war Musik. Diese Playlist für Fehlgeburten ist aus meinen eigenen Verlusten entstanden – aus zwei Sternchen und der stillen Geburt meines Sohnes. Musik hat mir geholfen, Trauer auszuhalten, Worte zu finden und wieder Hoffnung zu schöpfen. Sie wurde zum Echo meiner Gedanken.

Nach meiner ersten Fehlgeburt war es „The Blackest Day“ von Lana Del Rey. Ein Lied, das den Schmerz in seiner ganzen Schwere einfängt – diese Mischung aus Dunkelheit, Leere und der Sehnsucht, dass die Welt für einen Moment stehenbleiben möge. Ich habe es in Endlosschleife gehört, weil es das Einzige war, das meine Trauer spiegelte. Es war, als hätte Lana Worte gefunden für einen Verlust, den sonst niemand verstehen konnte.

Mitten in meiner zweiten Fehlgeburt veröffentlichte Taylor Swift The Tortured Poets Department. Wieder einmal war es ihre Stimme, die mir Halt gab. Besonders „How did it end?“ hat mich in dieser Zeit begleitet – eine Frage, die auch in mir unzählige Male aufstieg.
Die Zeile „It’s happening again…“ habe ich besonders gefühlt. Fast schon ironisch, so sehr passte sie zu meiner Realität.

Ihre Texte haben mein Chaos in Zeilen gegossen, haben mein Schweigen in Musik verwandelt. Und sie haben mir Kraft gegeben. Denn gerade in dieser herausfordernden Zeit stand meine Eingangsprüfung für die Uni an. Innerhalb von drei Tagen musste ich eine Hausarbeit schreiben – mein allererstes Mal. Hätte ich es nicht geschafft, wäre der Traum geplatzt, noch bevor er begonnen hatte.

Aber ich habe es geschafft. Mit gebrochenem Herzen, ja – aber ich habe es geschafft. I can do it with a broken heart.
1,0. Bestanden. Und aufgenommen worden. Der Anfang eines meiner Träume.

Und dann kam mein Sohn. Meine stille Geburt.
Ich habe ihn getragen, zur Welt gebracht und doch nie schreien gehört. Es war „Bigger than the whole sky“ von Taylors Midnights, das mich durch diese Zeit begleitete. Dieses Lied habe ich ihm auf seinem letzten Weg mitgegeben, weil es alles ausdrückte, was ich ihm sagen wollte. Es war der Text, den ich ins Kondolenzbuch schrieb, weil kein anderer besser passte.

Musik ist seitdem wie ein unsichtbarer Faden, der mich auffängt, wenn alles zerreißt.
Sie hat mich durch Nächte getragen, in denen ich nur geweint habe.
Sie hat meine eigenen Worte gespiegelt und ihnen eine Melodie gegeben.
Sie hat mich daran erinnert, dass selbst in der größten Dunkelheit jemand da draußen diese Gefühle kennt.

Und jetzt? Jetzt steht das nächste Album von Taylor bevor. Ein Album, das Happiness verspricht.
Tief in mir keimt diese Hoffnung, dass es auch diesmal wieder meine Lebenslage widerspiegeln wird – weil ich im Herbst vielleicht ein Wunder feiern darf.

Ich weiß nicht, was in zwei Tagen bei meinem Test rauskommen wird.
Aber ich weiß: Musik hat mich schon oft gerettet.
Und vielleicht wird sie es wieder tun – oder sie wird mich begleiten, in Zeiten von Glück.

✨ Hier ist meine Spotify-Playlist für alle, die gerade Heilung in Musik und Worten suchen. ✨
Ich bin ein echter Lyric-Fetischist – die richtigen Texte haben mir schon so oft die Kraft gegeben, weiterzugehen.
Vielleicht findest du zwischen diesen Songs auch dein Echo, deine Träne, deinen Funken Hoffnung.

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