18.08.2025 – Der Test ist positiv.

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Es hat direkt beim ersten Anlauf geklappt. Ein Wunder, so früh, so schnell, fast wie ein Zeichen.
Ich habe geweint vor Freude. Und gleichzeitig vor Angst.

Denn da sind diese Bilder in meinem Kopf.
Bei meiner ersten Schwangerschaft war beim ersten Termin längst alles vorbei.
Bei der zweiten, nach dem zweiten oder dritten Ultraschall.
Und bei meinem Sohn – da war es das Ersttrimesterscreening, das uns den Boden unter den Füßen weggezogen hat.

Ich habe absolute, panische Angst vor den Terminen. Aber ich will lernen, zu vertrauen. Und ganz ehrlich: Gerade während ich diese Zeilen tippe, weine ich. Ich weine, weil ich Angst habe. Eine so schrecklich große Angst. Weil ich schon jetzt so sehr liebe.

Jetzt stehe ich also hier: wieder am Anfang.
Und wieder kreisen meine Gedanken:
Wie überlebe ich die Wartezeit bis zum ersten Termin?
Was, wenn da nur Stille ist?
Was, wenn wir es weiter schaffen – und dann beim ETS die Welt erneut zusammenbricht?
Wird dieses Mal alles anders sein? Ist das endlich unser Wunder?
Oder werde ich wieder bereits in ein paar Wochen Blumen erhalten, und nicht erst in 9 Monaten, weil alles schief ging?

Tausend Gedanken, die ich nicht abschalten kann.
Meine Freunde versuchen, für mich da zu sein, mir Ruhe zu geben, mir Mut zuzusprechen. Ich weiß, dass sie es gut meinen – doch diese Angst ist ein ständiger Begleiter. Und gleichzeitig ist da Freude. So viel Freude, dass ich es kaum aushalten kann.

Denn irgendwo in mir, ganz leise, flüstert eine Stimme:
Vielleicht diesmal.
Vielleicht ist das unser Weg ins Glück.
Vielleicht darf ich bald wirklich Mama werden.
Vielleicht findet diese Liebe in mir, die bisher nur in Traurigkeit endete, endlich ein Leben, das sie halten darf.

Und bis dahin?
Halte ich mich fest an diesem kleinen Pluszeichen.
An diesem zarten Hoffnungsschimmer.
An dem Gedanken, dass Hoffnung und Angst manchmal Hand in Hand gehen dürfen.

Heute schreibe ich auch zum ersten Mal öffentlich die Namen auf, die wir ausgesucht haben – als Manifestation: Nami Tsukiko und Phoenix Rei.

Es ist auch da erste Mal, dass ich eine Schwangerschaft schriftlich in einem Buch begleite.

Nami oder Phoenix – falls du eines Tages diese Worte lesen kannst, hoffe ich, dass du weißt, wie sehr ich dich liebe. Auch wenn ich nicht immer nur Hoffnung hatte. Auch wenn Zweifel in mir waren, geboren aus Gewohnheit, weil ich so oft Schmerz statt Liebe erlebt habe.
Ich liebe dich – von Anfang an, mit allem, was ich bin und habe.

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